Milizkameradschaft Oberösterreich

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General Entacher über facebook

Februar 12, 2011   Keine Kommentare

“Unter meinen Kameraden herrscht blankes Entsetzen”

Oberst Manfred Gänsdorfer im Video-Interview über die Wehrpflicht, Darabos und den SV Kroatisch-Minihof

Oberst Manfred Gänsdorfer ist Chefredakteur der Zeitschrift “Der Offizier”, dem Sprachrohr der Offiziersgesellschaft. Das ist die Organisation, die Verteidigungsminister Norbert Darabos mit dem Fußballverein “SC Kroatisch-Minihof”  verglichen hat. Gänsdorfer spricht im Video-Interview mit Hans Rauscher über die Wehrpflicht, den abgesetzten Oberbefehlshaber Entacher, Probleme bei der Rekrutierung von Freiwilligen, mögliche Reformen bei der Miliz und warum Darabos seinen Rücktritt überlegen sollte. (rasch, derStandard.at, 27.1.2010)

Zum Interview

Januar 28, 2011   Keine Kommentare

Blinder Gehorsam war gestern-OTS Meldung Militärakademie

APA OTS Meldung

Wiener Neustadt (OTS) – Die Abberufung des Generalstabschefs Gen. Mag. Edmund Entacher hat auch unter den Studierenden der Theresianischen Militärakademie für große Irritationen und Diskussionen gesorgt.

Die Soldaten des Österreichischen Bundesheeres haben gemäß B-VG den Auftrag, die demokratischen Freiheiten der Einwohner, darunter auch die Meinungsfreiheit, zu verteidigen.

Unsere Aufgabe als Militärakademiker ist es, sich auch kritisch mit dem gesellschaftspolitischen Umfeld auseinander zu setzen und uns gerade in sicherheitspolitischen Fragen einzubringen. Obwohl wir uns als Instrument der Demokratie verstehen und das Primat der Politik uneingeschränkt respektieren, ist es als Staatsbürger in Uniform unser Recht, die persönliche Meinung kund zu tun. Mit der Abberufung des Generalstabschefs wurde unser Vertrauen auf dieses Recht erschüttert.

Im Rahmen unserer Ausbildung zum Offizier lernen wir für Menschen Verantwortung zu übernehmen und eine Vertrauensbasis zu schaffen. Denn Glaubwürdigkeit, Aufrichtigkeit und Nachvollziehbarkeit der eigenen Entscheidungen sind das Fundament für eine positive
Zusammenarbeit in jedem Unternehmen. Unserer Meinung nach ist diese Vertrauensbasis zurzeit massiv gefährdet.

Wir haben Ideale und Vorstellungen und möchten in einem Bundesheer dienen, in dem die Meinungsfreiheit ein integraler Bestandteil ist und in einer Gesellschaft leben, die militärische Fachkompetenz auch weiterhin erkennt und wertschätzt.

Rückfragehinweis:

FH-Studienvertretung Theresianische Militärakademie (ÖH)

Michael Herker, Vorsitzender

fh.studienvertretung@bmlvs.gv.at

Januar 27, 2011   Keine Kommentare

Tagesbefehl von Bundespräsidenten Dr. Heinz Fischer anlässlich des Nationalfeiertages 2010

Offiziere, Unteroffiziere, Chargen, Rekruten,
Wehrpflichtige des Miliz- und Reservestandes,
Angehörige der Heeresverwaltung!

Auch Österreich hat – so wie die meisten Staaten der Welt – seinen Nationalfeiertag.

Und auch in Österreich ist der Nationalfeiertag ein Tag, an dem wir unsere Verbundenheit mit Österreich ganz besonders zum Ausdruck bringen.
Wir sind stolz auf unsere Errungenschaften und rücken das Gemeinsame in den Vordergrund.
Unser Nationalfeiertag erinnert uns an den 26. Oktober 1955.
Ein Datum, das mit der vollen Unabhängigkeit unseres Landes und mit der Neutralität Österreichs verknüpft ist.
Damals hatten als Ergebnis des Österreichischen Staatsvertrages alle ausländischen Besatzungssoldaten Österreich verlassen und der
Nationalrat beschloss am 26. Oktober 1955 das Verfassungsgesetz über die Österreichische Neutralität, die seither eine wichtige Rolle in unserer Außen- und Sicherheitspolitik spielt.
Fünf Jahre später, also vor 50 Jahren, erfolgte auf Ersuchen der  Vereinten Nationen erstmals ein Einsatz des Österreichischen Bundesheeres außerhalb der Grenzen unseres Landes.
In diesen 50 Jahren hat sich das Österreichische Bundesheer, dessen Grundstruktur und Aufgaben in der Österreichischen Bundesverfassung verankert sind, bewährt und auch international hohe Reputation erworben.
Das Österreichische Bundesheer dient nicht nur der Landesverteidigung, sondern es leistet darüber hinaus unverzichtbare Beiträge zum Schutz und zum Wohle der österreichischen Bevölkerung sowie zur internationalen Friedenssicherung.
Unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger können sich auf “unser” Bundesheer verlassen.

Geschätzte Angehörige des Österreichischen Bundesheeres!
In letzter Zeit ist wieder verstärkt über die Frage allgemeine Wehrpflicht oder Berufsheer diskutiert worden, obwohl es in der aktuellen Regierungserklärung der Österreichischen Bundesregierung ein eindeutiges Bekenntnis zur Neutralität und zur allgemeinen Wehrpflicht gibt.
Ich habe als Bundespräsident gegen eine sachliche Diskussion solcher Fragen auf der Basis von Zahlen und Fakten keinen Einwand.
Die besseren Argumente sollen sich durchsetzen.
Der Kernpunkt der zu diskutierenden Frage lautet meines Erachtens wie folgt:
Können die Aufgaben, die das Bundesheer des neutralen Österreich auf der Basis der allgemeinen Wehrpflicht erfüllt, nämlich Landesverteidigung plus Katastrophenschutz plus Auslandseinsätze plus sonstige Leistungen in gleicher Qualität und Verlässlichkeit und ohne zusätzliche Kosten auch von einem Berufsheer erbracht werden?
Was unser Bundesheer auf jeden Fall benötigt, das sind klare Vorgaben, eine angemessene Dotierung und eine feste Verankerung in der ganzen Bevölkerung; dazu kommt die volle Rückendeckung der politischen Verantwortungsträger und eine hohe Motivation unserer Offiziere und Soldaten.
In diesem Sinn ersuche ich Sie alle, dass Sie sich weiterhin mit vollem Engagement für Stabilität, Frieden und Sicherheit sowie für die österreichische Landesverteidigung und damit für die Republik Österreich einsetzen.
Stellen wir uns gemeinsam den Herausforderungen zum Wohle unseres Landes in einem stabilen Europa.

Es lebe das Österreichische Bundesheer!
Es lebe die Republik Österreich!

Oktober 25, 2010   Keine Kommentare

Auf den Spuren des KÄRNTNER ABWEHRKAMPFES (1918-1920)

An einem Augustwochenende brach eine Gruppe des Militärkommandos OÖ und des Jägerbataillons OÖ zu einer militärhistorischen Exkursion nach Kärnten auf, um sich mit den geschichtlichen Ereignissen des Kärntner Abwehrkampfes vor Ort zu beschäftigen.

Vom militärischen Standpunkt stellen die bewaffneten Auseinandersetzung vom Dezember 1918 bis Ende Mai 1919, dem Eingreifen Serbiens und somit dem Zusammenbruch der Kärntner Verteidigung den militärischen interessanten und abgeschlossenen Teil der Geschichte dar. Der darauf folgende Zeitabschnitt der Agitation hingegen samt Friedenskonferenz und Abstimmung ist von völker- und demokratiepolitischer Bedeutung und wirkt bis in die heutigen Tage nach.

Schon bei der Lagebeurteilung der Konfliktparteien stechen Parallelen zu heutigen lokalen Krisenherden der Welt ins Auge:

-           Spaltung eines ehemaligen Staats als Auslöser

-           halbreguläre Truppen, bestehend aus räumlich verfügbaren Kräften mit Kampferfahrung

-           teilweise operative Zielfindung durch Kommandanten der taktischen Entscheidungsebene

-           überdehnte Verantwortungsbereiche und Probleme beim Zusammenwirken der Kräfte

Mjr BERGNER vom Militärkommando KÄRNTEN und Kdt des Jägerbataillons KÄRNTEN hat im Zuge einer Geländebesprechung die Kampfhandlungen um den VÖLKERMARKTER Brückenkopf taktisch dargestellt. In diesem Raum haben beide Seiten – österreichische Volkswehr[1] und SHS Truppen[2] – versucht jeweils mehrere Bataillone zum Zusammenwirken zu bringen. Die Zivilbevölkerung wurde nicht evakuiert und hatte schwer unter den Kampfhandlungen leiden hatte.

Am entscheidenden Geländeteil der DRAUBRÜCKE im Süden VÖLKERMARKTS samt überhöhtem Angelände befindet sich ein Friedhof auf dem Kämpfer beider Konfliktparteien Seite an Seite bestattet sind. Welcher Seite sie angehörten läßt sich durch Namen und Dienstgradbezeichnungen nicht bestimmen. Nur die zusätzlich angebrachte Bezeichnung Volkswehr bzw. SHS erklärt ihren damaligen Standpunkt und ihr gemeinsames Soldatenschicksal macht sie heute an dieser Stelle gleich.

Besonderen Dank gebührt Herrn Oberst Reinhard GUGGENBERGER für die hervorragende Organisation, Herrn Ferdinand PRAMERDORFER Obmann des Abwehrkämpferbundes Bezirk St. VEIT an der GLAN für die außergewöhnlich gastfreundschaftliche Aufnahme und Herrn Major Bernd BERGNER für die perfekte Einweisung in die militärische Lage.

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[1] Volkswehr: bewaffnete Kräfte der ehemaligen K.u.K. Armee, die ihre Heimatgarnisonen auf nunmehrigem österreichischen Staatsgebiet hatten und dem Staatsamt für Heerwesen unterstanden bis zur Einrichtung des österreichischen Bundesheeres durch das Wehrgesetz vom 18. März 1920

[2] SHS Srbija, Hrvatska i Slovenija – Truppen: nicht demobilisierte bewaffnete Kräfte der K.u.K. Armee und wiederaufgestellte Teile der ehemaligen Armee des Königreichs Serbien, die sich zum neu entstandenen Staat des Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen bekannten

Oktober 7, 2010   Keine Kommentare